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  • AutorenbildJohanna Tiefenbacher

Erlaubt euch, zu träumen!

Viele haben Träume für ihr Leben. Manche davon scheinen greifbarer als andere, manch einer verfolgt seine Träume intensiver.

Es wäre falsch zu sagen, dass ich schon immer den Traum hatte, Autorin zu werden. Ich habe Geschichten schon immer geliebt. Als ich lesen konnte, habe ich gelesen, als ich begriffen habe, dass andere Menschen Bücher schreiben, wollte ich es auch. Aber von dem Weg bin ich recht früh wieder abgekommen. Ich habe nicht davon geträumt, Autorin zu sein, weil mir vermittelt wurde, dass das unrealistisch ist. Zum Schreiben zurückgefunden habe ich dann erst viele Jahre später und auch da nicht mit einer klaren Intention, damit etwas zu machen.


Bis vor kurzem wusste ich nicht, was ich mit meinem Leben machen will. Ich habe mir nie wirklich die Zeit genommen, es herauszufinden, sondern bin lange dem Weg mit den wenigsten Hindernissen gefolgt. Das hat erstaunlich lange funktioniert, aber ich hatte seit Jahren das Gefühl, nicht am richtigen Ort zu sein. Ich war innerlich zerrissen, weil ich immer dichter dran war, zu entschlüsseln, was mein eigentlicher Traum für mein Leben ist, und mir immer deutlicher bewusstwurde, wie groß die Kluft zwischen mir und diesem Traum bleibt, wenn ich weiter meinen geplanten Weg verfolge.


Ich habe mich nicht getraut, zu träumen. Wenn ich es mir kurz gestattet habe, bin ich schnell wieder davon abgekommen. Ich konnte ja in meiner Freizeit schreiben, schauspielern und damit Geschichten erzählen. Man kann mit Kunst schließlich kein Geld verdienen, aber es ist ein interessantes Hobby. Den Schritt zu wagen, es als Beruf zu machen, ist riskant und unrealistisch.


Es war ein langer Weg und ich bin viel unglücklich gewesen. Ich weiß jetzt, was mein Traum ist und mir ist bewusst, dass er nicht einfach zu erreichen ist. Es fällt mir noch schwer, es meinem Umfeld gegenüber offen zuzugeben, weil ich weiß, was viele von ihnen denken.

Aber ich brenne dafür, Geschichten zu erzählen, das habe ich immer schon getan. Das Schreiben ist ein großer Teil davon, aber auch auf der Bühne blühe ich auf. Ich möchte auch noch andere Medien austesten.

Vielleicht bleibt es ein Traum, davon leben zu können. Vielleicht findet der eine oder andere es naiv, dass ich es versuche, anstatt mit meinem abgeschlossenen Studium einen Job zu finden.

Aber wisst ihr was? Ich mag noch viel Ungewissheit und Sorgen vor mir haben. Ich habe mein Leben noch nicht sortiert und probiere mich aus. Ich bin aber seit Jahren nicht so glücklich gewesen wie jetzt. Ich fühle mich befreit, weil ich mir endlich erlaube, zu träumen.

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